Ich bin ich, und so wie ich bin, bin ich gut genug.

Viele Menschen denken: ich bin nicht geschickt genug, nicht intelligent genug, nicht genug vorbereitet, nicht attraktiv genug, nicht fähig genug, nicht schnell genug, nicht geduldig genug, nicht gut genug…die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Es ist so, dass wir häufig genauestens über unsere Fehler Bescheid wissen. Wir können sofort benennen, welche Schwächen wir haben und was wir nicht können. Aber worin sind wir gut? Was sind unsere Stärken? Können wir das sagen? Oder erlauben wir uns nicht einmal, das zu denken?

Wenn wir nur das Schlechte benennen können und das Gute als normal empfinden, dann gerät unsere innere Waage aus dem Gleichgewicht. Es gehört zum Leben dazu, uns das Gute, das wir tun und das wir in unserer Person auch sind, Weiterlesen

Der Unterschied zwischen Lob und Ermutigung

Neufassung vom 29.9.2017

Lob bezieht sich auf eine Person, ihre Leistung, oder ein Merkmal von ihr. Es zielt auf etwas, das die Person hat, ab. Es würdigt ihren Erfolg. Sage ich zu jemandem: „Du bist ein toller Koch“, so bezieht sich meine Aussage auf die Person und die Leistung. Die Aussage: „Du hast wunderbar gekocht,“ bezieht sich auf die Leistung. „Du hast einen guten Geschmack“ auf ein Merkmal. Lob und Bewunderung sind Applaus. Wir applaudieren zum Erfolg anderer.

Um loben zu können, muss zuvor eine lobenswerte Leistung erbracht worden sein. Im Falle eines Misserfolgs kann man nicht loben; häufig wird das Ergebnis dann kritisiert. Lob kann dazu führen, dass der Bewunderte seinen Selbstwert davon abhängig macht, und dass er sich dazu getrieben sieht, stets erfolgreich zu sein, um den benötigten Applaus zu bekommen, ohne den er sich wertlos fühlt.

Ermutigung erkennt die Qualitäten, Talente, Fähigkeiten oder Verhaltensweisen von Menschen an, bezieht sich also insgesamt mehr auf das, was Menschen tun, auf ihre Anstrengungen bzw. auf Prozesse. Ich ermutige Kinder in der Schule beispielsweise so: „Ihr habt prima zusammengearbeitet und eine eigene Idee umgesetzt.“ Oder: „Du wirst das schaffen! Probiere es nochmal!“

Um jemand zu ermutigen, muss er noch gar nichts geleistet haben; damit wirkt eine Ermutigung in die Zukunft und fördert weitere Anstrengungen. Auch bei einem Misserfolg kann man ermutigen, denn sie bereitet den Weg für eine weitere Entwicklung des Adressaten.

Der Vortrag „Das hast du aber gut gemacht. Zum feinen aber bedeutsamen Unterschied zwischen Lob und Ermutigung.“

Zum Thema Lob und Ermutigung halte ich einen 60-minütigen Vortrag.

Ich mache dabei bewusst, welche Verhaltensweisen dazu führen, dass Menschen entmutigt oder ermutigt werden. Sind sie entmutigt, wenden sie sich häufig von der sozialen Gemeinschaft ab. Hierbei gehe ich auf das Zugehörigkeitsgefühl ein. So ist das sozial störende Verhalten von Kindern immer ein Zeichen von Entmutigung. Ich vermittle Ihnen, was Sie als Eltern, Erzieher oder Lehrer wissen müssen, um Kinder zu ermutigen und gebe Beispiele aus meinem Erleben, was passiert, wenn man andere ermutigt.

Der Vortrag beinhaltet auch interaktive Elemente. Dabei dürfen sich die Zuhörer lebhaft beteiligen, damit sie mehr für sich mitnehmen können. Beitragen kann zu diesem Thema jeder, denn das Leben geht nicht ohne Entmutigungen an uns vorüber. Jeder hat entsprechende Situationen erlebt und seine Schlüsse daraus gezogen.

Es ist wichtig zu erkennen, welche zerstörerische Kraft der Kritik innewohnt. Im Gegensatz dazu zeigt der Vortrag, wie Ermutigung wirkt und dass Kritik, so sehr man daran gewöhnt ist, sie als normal zu empfinden, sie nie der Normalfall sein kann. Es geht ohne Kritik, dafür mit Ermutigung. Das ist nicht nur meine Erfahrung und meine Überzeugung; ich erläutere dies außerdem aus der Sicht der Individualpsychologie.

Der Unterschied zwischen Lob und Ermutigung ist noch ein wenig umfangreicher, als weiter oben im Text dargestellt. Im Vortrag erläutere ich diesen ausführlich anhand von Beispielen.

Schließlich folgen noch mutmachende Sätze und Phrasen, die ich abgrenze von moralischem Druck oder halbherzigen Anerkennungen, die stark entmutigend wirken.

Lassen Sie sich von diesem Vortrag zum Nachdenken anregen!