Kunst mit Kindern

Kunst macht Spaß und Kinder sollen an der freien Gestaltung Freude haben. Sie erhalten Anregungen, die sie mit eigenen Ideen umsetzen können.

 

Buchbinden mit Kindern

Bunte Seifenblasen auf Papier zu pusten macht Kindern und Erwachsenen Spaß. Das Papier kann man laminieren und zu Mäppchen, Lesezeichen oder Sets weiterverarbeiten.

Kinder ermutigen sich gegenseitig

Wenn Kinder selbst schon Ermutigungs-Experten geworden sind und ihre Pädagogen dieses auch leben, kann folgendes passieren:

Frieda* findet ihre Zeichnung blöd. Lotta und Isabell sagen: „Das stimmt doch gar nicht. Die ist ganz toll, schau doch mal hier und hier.“ Frieda hat am Ende der Stunde einen ganzen Stapel Zeichnungen gefertigt.

*die Namen der Kinder wurden geändert

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Kunst mit Erwachsenen

Beim künstlerischen Buchbinden kann man viele Techniken miteinander verbinden: Zeichnung, Malerei, die Verwendung verschiedener Materialien usw.

Künstlerisches Buchbinden
Es werden verschiedene handwerkliche Techniken, die für das Buchbinden erforderlich sind, vermittelt. Hierzu gehören unbedingt das Feststellen der Laufrichtung des Papiers und Klebetechniken. Dabei wird mit Kleister und Buchbindekleber gearbeitet, sowie Mischungen daraus. Sie lernen das Überziehen von Buchrücken, so dass z.B. Leporellos einen schönen festen Einband erhalten.

Weiterhin wird die Gestaltung des Einbands mittels Nitro-Frottage vermittelt. Dabei werden unterschiedliche Papiere erkundet und u.a. mit Gesso und Schellack bearbeitet. Die erstellten Objekte lassen sich z.B. zu Präsentationszwecken aufstellen, können als persönliches Geschenk dienen, einen persönlichen und/oder künstlerischen Inhalt aufnehmen.

Umschlag-1Verschiedene Buchrücken:
links: Nitrofrottage
mitte: Nitrofrottage und Schellack
rechts: Tusche und Schellack

 

leporelloLeporello mit Mischtechnik: Tusche, wasserlösliche Beize, Gesso

 

Painted Paper, z.B. mit verschiedenen Sorten Kleister: Tapetenkleister, Kleister aus Weizenstärke oder aus Klebreis

 

Drucke auf Gelantineplatte mit Linoldruckfarbe und Acryl

 

Kleines Mäppchen aus „Seifenblasenpapier“, laminiert, Bindung: Gummiband und Büroklammer

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Kinderzeichnungen verstehen

Kinder malen und zeichnen meist sehr gerne. Als Erwachsene sollten wir diese Tätigkeit als Arbeit wertschätzen und damit so umgehen, dass wir die Kinder in ihrer Entwicklung fördern. In meiner beruflichen Praxis treffe ich immer wieder auf viele Fragen, die Erwachsene zu diesem Thema haben. Deshalb führe ich mit einem Vortrag in das Thema der Kinderzeichnung ein oder biete einen Workshop zur Weiterbildung an.

Warum ist es wichtig für Kinder, zu malen und zu zeichnen?

Erwachsene sehen die Kinderzeichnung oft primär als Mittel an, mit dem Kinder ihre Kreativität ausdrücken können. Das ist zum Teil richtig, aber es geschieht hier doch wesentlich mehr: So können Kinder in der Zeichnung zum Ausdruck bringen, was sie gerade beschäftigt. Dazu gehören auch Probleme und Konflikte. Durch den Zeichen- bzw. Malprozess können sie innere Spannungen abbauen. Daher ist es für ihre Entwicklung von Bedeutung, dass sie eine Umgebung haben, in der sie diesem Bedürfnis nachkommen können.

Warum ist es für Eltern, Erzieher und Lehrer wichtig, Kinderzeichnungen zu verstehen?

Die Kinderzeichnung gibt Aufschluss über die Entwicklung und Gedankenwelt des Kindes, denn „Kinder denken in Bildern.“ [1] Kennt man die Persönlichkeit des Kindes oder auch sein soziales Umfeld, dann kann man die Zeichnung vorsichtig interpretieren. Hierzu gibt es einen umfangreichen Forschungsstand.

Beispiele für Themen, die in einem Vortrag angesprochen werden können:

  • Der richtige Umgang mit dem Kind und seiner Zeichnung (Lob, Kommentare, die Frage „Was ist das? …).
  • Die altersgemäße Zeichenentwicklung.
  • Die emotional-soziale Entwicklung des Kindes in der Zeichnung.
  • Das bewertungsfreie Malspiel nach Arno Stern.
  • Wie schaffe ich gute Rahmenbedingungen, damit Kinder zeichnen?
  • Was mache ich, wenn Kinder gar nicht zeichnen wollen?
  • Materialkunde: Welche flüssigen und festen Farben sind geeignet? Welches Material kann man selbst herstellen?
  • Verhaltensbeobachtung des malenden Kindes durch Bezugspersonen, auch in Bezug auf die Dokumentation.
  • Die Interpretation der Kinderzeichnung.

Die Themen des Vortrags richte ich gerne nach Ihren Fragen aus.
Dauer: 90 Minuten (ca. 45 Minuten / 45 Minuten Fragen)
Honorar: 110€, auf Anfrage mache ich Ihnen gerne ein Angebot für einen ganztägigen Workshop.

Das Angebot richtet sich an Kitas und Grundschulen. Der Vortrag kann auch im Rahmen eines Elternabends gegeben werden.

Sollten Sie einen Workshop als Weiterbildung für Pädagogen zu diesem Thema wünschen, können Sie hierzu Kinderzeichnungen aus Ihrer Praxis mitbringen. In diesem Fall sind weitere Informationen zur sozialen Lebenssituation des Kindes, seiner Persönlichkeit und seinem Verhalten wichtig.

[1] Hans Daucher: Kinder denken in Bildern, München 1990