Kinder ermutigen

„Das kann ich nicht!“, höre ich Selbstwirksamkeitvon Kindern oft im Rahmen meiner kunstpädagogischen Arbeit. Meistens handelt es sich dabei um Dinge, die sie vorher noch nie gemacht haben, die also unbekannt für sie sind. Dann erkläre ich die Sache zunächst, bin noch bei den ersten Handgriffen behilflich und merke, wann das Kind keine Unterstützung mehr braucht.

Es gibt Kinder, deren Eltern ihnen alles Schwierige abnehmen und die sofort zur Stelle sind, wenn ihr Kind um Hilfe bittet. Doch man sollte sich als Erwachsener immer fragen, ob es sich dabei nicht gerade um etwas handelt, was das Kind selbst tun kann. In dem Fall ist es absolut wichtig, dass man fest bleibt und sich nicht dazu hinreißen lässt, zu helfen. Es gilt, das Kind dabei zu unterstützen und zu ermutigen, damit es seine Arbeit beginnen, bzw. fortsetzen kann. Die Art, wie ich das mache, ist auf das Kind und die Situation abgestimmt und kann in Nachdruck, Begeisterung, Humor, manchmal auch Ignorieren von Bitten zu helfen oder in Nichtbeachtung von Beschwerden über mein Verhalten liegen. Je nach dem.

Wenn ich Kindern das Zitat von Pippi Langstrumpf vorlese: „Das habe ich vorher noch nie gemacht. Deshalb bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!“, bekommen sie einen träumerischen Gesichtsausdruck und lächeln. Ich merke ihnen an, dass sie den Satz und die Perspektive, die für sie selbst darin liegt, genau verstehen.

Es ist unsere Aufgabe als Erwachsene, an das Kind und seine Fähigkeiten zu glauben. Das lässt sie in ihrem Selbstgefühl wachsen.

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