Den eigenen, sicheren Standpunkt finden

So ist es nunmal im Leben: Man hat doch immer wieder mit schwierigen Menschen zu tun. Dann stellen sich Fragen, wie: Was mache ich oder wie verhalte ich mich? Sollte ich freundlich sein. Wie vorsichtig muss ich sein? Sollte ich die Person meiden? Oder sollte ich gar kämpfen?

Die Individualpsychologie hält einige Methoden bereit, den Umgang mit schwierigen Menschen zu erlernen. Es ist oft verblüffend, wie eine eigene, zum Positiven geänderte Einstellung zu einem positiven Gegenüber führt. Das habe ich selbst schon oft erlebt.

Aber leider klappt das nicht immer. Es gibt Menschen, die über Persönlichkeitsmerkmale verfügen, Weiterlesen

Kinder loben: Was sagt die Wissenschaft dazu?

Wenn etwas gut gemacht wurde, wird gern ein Lob als Belohnung vergeben. Das ist einfach und sorgt beim Empfänger für ein gutes Gefühl. Jedoch gibt es eine Form des Lobes, die bei Kindern zu Verhaltensweisen führen kann, die nicht beabsichtigt sind.

Li Zhao, Gail Heyman, Lulu Chen und Kang Lee untersuchten, ob das Loben von Kindern für ihre Intelligenz (eine Fähigkeit) dazu führen kann, andere zu täuschen. Andere Bedingungen in der Untersuchung waren, ein leistungsorientiertes Lob auszusprechen („Das hast du dieses Mal aber gut gemacht“) oder gar nicht zu loben.

In dieser Studie spielten drei- bis fünfjährige Kinder ein Ratespiel, bei dem der Versuchsleiter eine Karte hinter einem Sichtschutz mit einer Zahl zwischen 3 und 9 versteckt hielt. Den Kindern wurde wiederholt gesagt, dass sie Weiterlesen

Smileys, Sternchen & Co. – Warum Belohnungen kontraproduktiv sind

In Grundschulen und Kitas werden sehr häufig verschiedene Belohnungssysteme eingesetzt. Da werden regelmäßig Sternchen oder Smileys vergeben, wenn etwas gut gemacht wurde und manchmal auch wieder abgenommen, wenn die Lehrperson mit dem Verhalten des Kindes nicht einverstanden war. Oder es gibt eine Smiley-Ampel; hierbei werden die Kinder je nach Verhalten auf Grün, Gelb oder Rot gesetzt.

Was soll damit erreicht werden? Dass die Kinder kooperieren. Dass sie etwas lernen. Dass sie leise sind, usw. Das passiert in den meisten Fällen auch. Aber: Was passiert, wenn man die Sternchen und Herzchen und Smileys nicht mehr verteilt? Weiterlesen

Die Meinung von Schulkindern zum Verwarnsystem

In der Schule, in der ich arbeitete, war es üblich, den Tag mit einem Morgenkreis zu beginnen und einem Abschlusskreis zu beenden. Dabei hatte ein Kind die Kreisleitung inne und ein zweites verwarnte mittels Verwarnkarten die anderen Kinder, die zu spät kamen, miteinander sprachen oder auf andere Weise „störten“. Ein Kind, das drei Verwarnungen hatte, erhielt eine Strafe. Es musste z.B. die Tische im Essraum abwischen oder dort den Fußboden kehren.

Ich stellte das anfangs gar nicht in Frage, weil es so üblich war. Doch irgendwann später im Schuljahr, kam mir die Verwarnerei komisch vor, denn grundsätzlich hatte ich an dem Verhalten der Kinder nichts auszusetzen. Deshalb stellte ich ihnen eines Morgens die Frage: „Könnt ihr euch vorstellen, bei mir am Draußentag im Morgen- und Abschlusskreis auf Verwarnungen zu verzichten?“ Weiterlesen

Du kannst das! Andere zu ermutigen kann ganz schön anstrengend sein… :-)

Ein Beispiel aus der Praxis:

Bei einer Wanderung im Winter springt Monika*, 9 Jahre, über einen Graben und ruft: “Sabine, kannst du das auch?“ Ich sage: „Ja, schon.“ „Komm, dann spring über den Graben!“ Ich: „Ach, weißt du…“ Weiterlesen

Warum die Timeout-Methode aus Sicht der Individualpsychologie niemals funktionieren wird

Timeout Sabine ScherzTimeout heißt Auszeit und bedeutet im Kontext der Erziehung, ein Kind vor die Tür oder in einen Nebenraum zu schicken. Damit soll erreicht werden, dass das Kind in Ruhe über sich nachdenken kann, dann geläutert wieder den Raum betritt und sich „besser“ verhält.

Funktioniert der Timeout?

Kurzfristig schon. Sollten Sie die Methode anwenden, überprüfen Sie doch vor Ihrem inneren Auge, bei welchen Kindern dauerhaft eine Änderung im Verhalten eingetreten ist und bei welchen nicht. Wahrscheinlich kommen Sie zu dem Schluss, dass keine dauerhafte Änderung zu verzeichnen ist. Die Kinder landen weiter regelmäßig vor der Tür.

Die Methode nützt also nichts. Warum nicht? Weiterlesen

Kinder ermutigen

„Das kann ich nicht!“, höre ich Selbstwirksamkeitvon Kindern oft im Rahmen meiner kunstpädagogischen Arbeit. Meistens handelt es sich dabei um Dinge, die sie vorher noch nie gemacht haben, die also unbekannt für sie sind. Dann erkläre ich die Sache zunächst, bin noch bei den ersten Handgriffen behilflich und merke, wann das Kind keine Unterstützung mehr braucht.

Es gibt Kinder, deren Eltern Weiterlesen

Gezielte Entmutigung im Klassenraum

zulautKooperation von Schülern hängt von der positiven Beziehungsgestaltung des Pädagogen ab. Kann er eine gute Beziehung zu den Schülern schaffen, hören sie zu und arbeiten ruhig und konzentriert mit. Es gibt verschiedene Systeme, für Ruhe im Klassenzimmer zu sorgen. Eines, das ich für sehr ungeeignet halte, möchte ich hier vorstellen:

An der Tafel in einem Klassenzimmer hingen die Porträtfotos der Schüler. Zudem gab es laminierte rote Pfeile mit der Aufschrift „Du bist mir zu laut!“ Jede Schülerin / jeder Schüler konnte einen solchen roten Pfeil Weiterlesen

Sich als Eltern gut fühlen

familie2

Die Individualpsychologie sieht Entmutigung als Hauptursache für problematisches Verhalten bei Kindern und Jugendlichen an. Kinder, die ungezogen sind, sind immer entmutigt. Sie müssen ermutigt werden, damit sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten erhalten. Durch Ermutigung geben Eltern und Erzieher Kindern das Gefühl der Selbstachtung und Leistungsfähigkeit, was zu positivem kooperativen Verhalten führt.

Wie genau Sie Ihr Kind wirkungsvoll ermutigen können, wird in einem Training, bestehend aus 8 Einheiten, vermittelt. Es hat zum Ziel, dass Sie sich als Eltern zufriedener mit sich selbst und ihren Kindern fühlen. Durch praktische, alltagstaugliche Übungen werden neue Ideen vermittelt, wie Sie mit Problemen umgehen können. Das Training fördert den entspannten Umgang miteinander und verbessert die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihren Kindern. Es ist kein Erziehungsratgeber sondern vermittelt Wissen und übt Verhalten, das Sie zu Ihrem eigenen Erziehungsstil führen und Sie sicherer machen wird.

Themenauswahl:

Eigene Stärken und Fähigkeiten als Erzieher erkennen
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Sie gut an sich als Erzieher finden? Die Frage ist wichtig, denn wir alle können nur auf unseren Stärken aufbauen. Sie werden überrascht sein, wieviele Stärken Sie finden werden!

Stärken und Fähigkeiten des Kindes beschreiben
Auch das ist eine schöne Suche, denn jedes Kind hat Stärken. Das ist so.

Die Bedeutung des Zugehörigkeitsgefühls im Hinblick auf Verhalten
Zugehörigkeit ist das Streben jeder menschlichen Handlung. Wir Menschen brauchen andere Menschen, weil wir soziale Wesen sind. Anders können wir nicht leben. Diese Bedeutung wird in einer Trainingseinheit erläutert. Damit wird ein Grundprinzip menschlichen Verhaltens deutlich, was Sie zu neuen Gedanken in Ihrer Erziehung und neuen Ideen führen wird. Weiterlesen